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Was ist das?
Amateurfunkdienst

Der Amateurfunkdienst ist ein Funkdienst gem. Internationalem Fernmeldevertrag. Die Teilnehmer des Amateurfunkdienstes werden Funkamateure genannt und dieser ist ein Funkdienst für die eigene Ausbildung, Kommunikation und der technischen Forschung unter Funkamateuren, geprüften Personen mit Interesse an Funktechnik und mit ausschließlich persönlichen Zielen und ohne kommerzielle Interessen.

In dünn besiedelten Regionen der Erde mit schlecht funktionierender Telekom-Infrastruktur kann der Amateurfunk in Not- oder Katastrophenfällen ein letztes Mittel zur Nachrichtenübermittlung darstellen. Manch ein Leben ist durch die Übermittlung eines Notrufes durch Funkamateure gerettet worden, und so mancher Angehörige eines Katastrophenopfers konnte auf diesem Wege etwas über den Verbleib eines Verwandten erfahren

Die Funkgespräche, QSOs genannt, werden mit den QSL-Karten bestätigt. Besonders begehrt sind QSL-Karten aus Amateurfunk-Ländern, in denen es sehr wenige oder keine Funkamateure gibt, aber auch von seltenen oder schwer zu arbeitenden Amateurfunk-Stationen wie der Internationalen Raumstation ISS. Die Jagd nach weit entfernten Amateurfunk-Stationen wird DXen genannt. Die QSL-Karten werden entweder über den eigenen Amateurfunk-Verband an die Amateurfunk-Verbände im jeweiligen Land geschickt – oder direkt an die Adresse geschickt, die man zum Rufzeichen aus entsprechenden Datenbanken erhält.

Als Funkamateur darf man seine Funkgeräte und die Antennenanlage selbst bauen oder auch gekaufte Sender verändern. Der Amateurfunkdienst ist der einzige Funkdienst, dem dieses erlaubt ist. Daher wurde im internationalen Fernmeldevertrag festgeschrieben, dass Funkamateure gewisse Kenntnisse von Technik, Gesetzeskunde und der Abwicklung von Funkverbindungen (der sog. Betriebstechnik) haben. Diese muss ein angehender Funkamateur bei einer Prüfung bei seiner nationalen Fernmeldeverwaltung nachweisen. Als Bescheinigung über die bestandene Prüfung wird dem Funkamateur ein Amateurfunkzeugnis ausgehändigt. Das Amateurfunkzeugnis ist oft auch gleichzeitig eine international harmonisierte Prüfungsbescheinigung HAREC (Harmonized Amateur Radio Examination Certificate) mit der man auch in anderen Ländern ein Rufzeichen beantragen kann. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ein angehender Funkamateur die Prüfung in jedem Land seiner Wahl, das sich an diesen Regelungen (der CEPT-Lizenz) beteiligt, ablegen kann. So kann z. B. ein Deutscher in Österreich die Prüfung ablegen und sich danach in Deutschland, aber eben auch in Irland, ein Rufzeichen zuteilen lassen. Erst mit zugeteiltem Rufzeichen darf man den Funkbetrieb aufnehmen. Das Rufzeichen wird dort zugeteilt, wo man als Funkamateur seine Amateurfunkstelle dauerhaft aufgebaut hat. Dieses Rufzeichen ist international eindeutig und erlaubt auch den kurzfristigen Funkbetrieb in vielen Ländern auf dem ganzen Globus.

Der Empfang von Aussendungen des Amateurfunkdiensts ist in Deutschland jedermann gestattet. Zum Senden und damit zur aktiven Teilnahme am Amateurfunkdienst benötigt man (wie oben beschrieben) eine Zulassung. Das Amateurfunkzeugnis erwirbt man durch eine Prüfung bei der nationalen Fernmeldeverwaltung, in Deutschland z. B. ist dies die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (Bundesnetzagentur). Neben dem Amateurfunkdienst gibt es noch diverse Funkanwendungen für Jedermann, diese können ohne Prüfung genutzt werden.

Die Betätigung als Funkamateur hat unzähligen technisch interessierten und ambitionierten Menschen den Zugang zu dem wichtigen Gebiet der Elektronik und Nachrichtentechnik geebnet. Damit leistet der Amateurfunk einen erheblichen Beitrag zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Nachwuchses.
Für einige ist es fraglich, ob der Amateurfunk diese Aufgabe auch in Zukunft zu leisten vermag. Zum einen haben sich die Funktechnik und die mit ihr zusammenhängende Elektronik in den letzten Jahrzehnten derart rasant fortentwickelt, daß ein Schritthalten mit hobbymäßig erreichbaren Mitteln und Kenntnissen für den Einzelnen nur noch mit großem Aufwand möglich ist. Beispielsweise sind die heute fundamentalen Methoden der digitalen Signalverarbeitung den meisten Funkamateuren nicht einmal ansatzweise bekannt, geschweige denn vertraut. Dieser Argumentation ist jedoch entgegenzuhalten, dass grössere technische Umbrüche immer etwas Zeit benötigen, wie z.B. die Einseitenbandmodulation, die heute jedem Funkamateur geläufig ist und beherrscht wird, obwohl zwischen Erfindung und Einführung etwa 30 Jahre vergingen. Diese extreme Zeitspanne betraf nicht nur die Funkamateure, sondern auch die kommerziellen Funkdienste. Die technischen Aktivitäten der Funkamateure konzentrieren sich zunehmend auf ganz wenige Einzelthemen. In der Folge wird der durchschnittliche Funkamateur zum reinen Technikkonsumenten. Zum anderen sind die Anforderungen an das Wissen und Können, das zum Erwerb der Amateurfunklizenz erforderlich ist, im Laufe der letzten Jahre in fast allen Ländern praktisch auf Null reduziert worden. Damit hat die Amateurfunklizenz ihren ideellen Wert eingebüßt, und viele meinen, daß das Hobby Amateurfunk seine Attraktivität für die Zielgruppe der ehrgeizigen, lernwilligen und leistungbereiten technisch interessierten jungen Menschen schon weitgehend verloren hat.
Andererseits gibt es auch heute noch aus dem Bereich des Amateurfunks Veröffentlichungen in wissenschaftlicher Qualität (http://www.dubus.de). In Amateurfunksatelliten werden innovative Techniken erforscht. An vielen Universitäten des In- und Auslandes gibt es Vereinigungen von Amateurfunkern, deren Mitglieder, meist Studenten technischer Fachrichtungen, in selbstorganisierter Teamarbeit teils extrem anspruchsvolle und durchaus aufwendige Projekte realisieren.

Quelle: Wiki

Ergänzende Informationen von Rene Pawliczek, DO4RP:

Der Quelle von Wiki und vielen Weiteren Informationsquellen möchte ich gewiß nicht widersprechen, jedoch ist für viele Funkamateure der QSL-Karten-Austausch eher unwichtig.
Vielmehr interessiert viele einfach nur der technische Aspekt und gute Gesprächsrunden unter Bekannten, meist auch sehr nahen Stationen. Mir z.B. sind einfach nur die Technik, als auch ein gutes Gespräch unter Bekannten wichtig. Da ich ursprünglich aus der IT-Branche stamme, interessiere ich mich sehr für digitale Betriebsarten.
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